Die Finanzbuchhaltung unterliegt genauen gesetzlichen Vorschriften. Interne Leistungserfassungen oder kalkulatorische Kosten beinhaltet sie deshalb nicht. Damit ist sie für die Wirtschaftlichkeitskontrolle von Prozessen, Artikeln oder Aufträgen und Organisationseinheiten eines Unternehmens ungeeignet. Hier liegt die Aufgabe der internen Kostenrechnung, die den Informationsanforderungen entsprechend frei gestaltet werden kann.
Die Kostenrechnung umfasst Elemente wie die Kostenarten- und Kostenstellenrechnung, die Kostenträgerrechnung für Artikel, Aufträge oder Projekte sowie die Deckungsbeitragsrechnung.
Kostenrechnung lohnt sich für ein Unternehmen immer nur dann, wenn die Datenbasis fehlerfrei ist und der Aufwand für die Datengewinnung im Verhältnis zum Nutzen steht. Da die Daten für die Kostenarten-/Kostenstellenrechnung überwiegend aus der Finanzbuchhaltung übernommen werden, darf eine Kostenrechnung erst eingeführt werden, wenn sichergestellt ist, dass die Kosten in der Finanzbuchhaltung richtig gebucht werden.
Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, raten wir von der Einführung einer Kostenrechnung ab, denn sie liefert falsche Ergebnisse und führt zu Diskussionen über die Richtigkeit der Auswertungen, nicht aber über notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation.
Um interne Daten wie Leistungsstunden und Mengen richtig und ohne Zusatzaufwand - quasi als Abfallprodukt - zu erhalten, bedarf es einer geeigneten Unternehmenssoftware. Ohne sie ist der Ausbau einer Kostenrechnung hin zu einer Kostenträger- und Deckungsbeitragsrechnung nicht möglich.
In welchem Umfang ein Unternehmen eine Kostenrechnung benötigt, hängt von seiner Größe, seiner Kundenstruktur, seinem Produktspektrum, seiner Fertigungstiefe und seiner Organisationsstruktur ab. Auch hier gilt wieder: weniger ist mehr.
Der Aufbau einer Kostenrechnung erfordert eine profunde Kenntnis des Unternehmens und ein sicheres methodischen Vorgehen. Unsere Kunden wissen, dass wir ihnen das aufgrund unserer jahrelangen Erfahrungen bieten können.
Zusammen mit ihnen strukturieren wir die Kostenstellen, gestalten den Aufbau von Kostenstellen-, Kostenträger- und Deckungsbeitragsberichten und legen zur Leistungs- und Kostenverrechnung verursachungsgerechte Verrechnungsschlüssel fest.
Das Ergebnis ist eine Transparenz darüber, in welchen Abteilungen und mit welchen Artikeln Gewinne oder Verluste erwirtschaftet werden. Diese Erkenntnisse sind die notwendigen Ansatzpunkte für ständige Verbesserungsmaßnahmen.
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